Deutschland im Jahr 2024 


Liebe Patientinnen, liebe Patienten !

Mit dem Ukrainekrieg bedroht ein gieriger Diktator das Miteinander in Europa massiv. Und wer Putins Aufsätze liest ahnt, dass er die alte Sowjetunion wieder aufleben lassen will. Das macht uns allen große Sorgen, aber die Ukraine sollte den Widerstand ganz Europas hinter sich spüren. Die Geschichte zeigt, dass man Diktatoren nicht nachgeben sollte. Sie sind nie mit dem, was man ihnen gibt zufrieden.
Und dabei hat ganz Europa vom Frieden profitiert. Auch Russland. 

Die sich nun immer deutlicher zeigenden Klimaveränderungen lösen Krisen aus und treiben Menschen immer mehr in die Flucht. Die Klimakrise ist das deutlich größere Problem, das uns weltweit treffen wird. Wir müssen C02 sparen, wo wir nur können.  Bizarrerweise scheint uns der Krieg endlich zu den hohen Energiepreisen zu verhelfen, die wir immer gebraucht haben, dass wir was ändern. Allein die Wohnungstemperatur auf 18 Grad abzusenken, spart richtig Energie und ist sogar förderlich für die Gesundheit! Man muss sich nur daran gewöhnen!

Mit der Angst werden wir leider auch manipuliert. Schwierige Einzelschicksale werden dazu benutzt ganze Gruppen zu denunzieren. Und Angst macht leichtgläubig. Auch im Internet wird gelogen dass sich die Balken biegen und oft genug von denjenigen, die gerade die anderen der Lüge bezichtigen!
Nicht jedem wird das schmecken, aber die Überalterung unserer Gesellschaft in Verbindung mit unserem Wirtschaftssystem zwingt uns den Tatsachen in die Augen zu sehen: Deutschland ist ein Einwandererland.
Das bedeutet dann auch dass Integration gelingen muss. Und natürlich ist das zu schaffen. Wir müssen einerseits tolerant und weltoffen bleiben, andererseits dürfen wir selbstverständlich von jedem Einwanderer ein Mindestmaß an Anpassung erwarten. Dies ist damit auch unser aller Aufgabe und kann nicht nur an den Staat delegiert werden. Seien wir offen denen gegenüber, die bei uns ankommen wollen und stark gegenüber denen, die bei uns nicht ankommen wollen.

Aber geben wir den Marktschreiern keinen Raum. Vereinfachung ist Gift für unsere Gesellschaft.

Mittlerweile ist das Internet das Dorado der Meinungssteuerung. Wichtige Browser hüllen Sie in eine Blase aus einseitiger Information. Und es wird Ihnen – damit sie auch dort weiter suchen – immer das Schlimmste zuerst gezeigt. Ein irres Beispiel sind Medizinforen im Internet: Wenn der InternetArzt mit Ihnen fertig ist, dann liegen Sie im Sterben! Worum geht es: Angst!
Seien Sie kritisch, glauben sie nicht gleich alles und akzeptieren sie – schweren Herzens – dass unsere Welt nicht schwarz oder weiß ist. Sie hat alle möglichen Schattierungen und damit müssen wir alle klarkommen.

Die Privatisierung unseres Gesundheitssystems ist weit fortgeschritten.
Wir alle haben zugelassen, dass aus Krankheit und Leid Profit gemacht wird. Kranke haben keine Lobby. Wollten wir das ? Das sehen wir derzeit auch am gravierenden Personalmangel an den Kliniken. Wir sollten uns alle endlich fragen, warum all diese Leute aus den Kliniken wegwollen.
Und wir können darauf warten, dass uns ein cleverer Kapitalist vorrechnet, dass es auch mit weniger Betten noch billiger geht.

Zur Zeit werden wir akzeptieren müssen, dass in Deutschland Arbeitskosten und Gesundheitskosten gekoppelt sind. Das bedeutet bei steigenden Gesundheitskosten auch steigende Kosten der Arbeit. Eine Diskussion darüber, ob man das irgendwie entkoppeln könnte, findet in Deutschland nicht statt.

Zeitgleich beginnt auch der Arztmangel in Ulm Wirkung zu zeigen. Mitterweile finden auch im Ulmer Raum Hausärzte keine Nachfolger mehr. Ein Mangel an Fachkräften tut sich schon länger auf. Schon seit einiger Zeit steigen die Gehälter der Arzthelferinnen deutlich an. Dies auch wirklich verdient..

Die Gehälter werden weiter steigen müssen, damit die Praxen nicht wegen Fachkräftemangel schließen müssen. Trotzdem müssen die Praxen auch diese Mehrkosten finanzieren.
Das verteuert die Ware Arzt kontinuierlich, denn er ist der einzige der den finanziellen Wert in der Praxis erwirtschaftet.

Weiter verdichten sich die Arbeitsprozesse erbarmungslos. Die Ärzte in den Kliniken müssen aktuell wahrscheinlich 2-3x mehr Patienten „verarbeiten“ also noch vor 20 Jahren.
Und die Kollegen vor 20 Jahren hatten wahrlich schon keinen gemütlichen Job. Diese Arbeitsverdichtung drückt von den Kliniken immer mehr in die Praxen. Auch hier steigt die Unzufriedenheit, wenn uns die Kassen vorrechnen was angeblich in 5 Minuten im Patientengespräch zu erledigen ist. Damit sind auch die Patienten nicht zufrieden. Deren Ärger ist oft genug berechtigt, nur sind Ärzte oder Kliniken die falsche Adresse ihres Ärgers. Es ist ein politisch gewünschter Vorgang. Den übrigens alle Gesunden stillschweigend akzeptieren. weil das sonst Geld kosten würde.
Derzeit ist die elektronische Krankschreibung etabliert. Patienten finden es als angenehm. In den Praxen ist die Bürokratie nicht zurückgegangen. Die AU muss weiter auch ausgedruckt werden. Typische Doppel Bürokratie. Arbeitgeber allerdings schimpfen derzeit über den irren bürokratischen Akt über die Krankenkassen an die Krankmeldung heranzukommen. Es scheint fast ein Gesetz: Wir kriegen das mit der Entbürokratisierung einfach nicht hin!
Das ist mittlerweile beunruhigend.
Und das nächste Monster kommt: Das e-Rezept und die e-Akte. So wie es derzeit geplant ist, wird es ein Chaos, zudem sind mittlerweile im Wochenrhythmus Daten gestohlen werden.  E-Daten können nicht wirklich sicher sein…
Achja: Es gibt eine Alternative: Sammeln Sie konsequent ihre Befunde in einem Ordner. Der kann sogar ohne Strom mit Kerzenlicht gelesen werden, oder machen Sie mit ihrem Handy, Bilder ihrer Befunde, und ordnen Sie diese in ihrem Handy. Dann haben Sie ihre Daten immer mit dabei und sind der einzige der über sie verfügt.
Und billig wäre das auch!

Und es gilt auch hier: Wer nur meckert über die Zustände, aber sonst sich nicht einmischt hat sich im Grunde damit einverstanden erklärt.

Das Gesundheitssystem ist unser Gesundheitsystem!

Mischen wir uns ein !

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